Sourmash Studio - Tonstudio, Studio, Aufnahmestudio, Musikstudio, Dave Snow, Produzent

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About Mastering

 

Begriffserklärung:

Das hier gemeinte Mastering sollte nicht mit dem letzten vorbereitenden Produktionsschritt vor dem eigentlichen Pressvorgang verwechselt werden, der ebenfalls als (technisches) Mastering bezeichnet wird und die Erstellung des Masters (Glasmasters bei CD's und Matrize bei der Vinylschallplattenpressung) beinhaltet.

Beim Audio-Mastering handelt es sich um davor liegende Schritte der Nachbearbeitung und Editierung des Klang- bzw. Datenmaterials und der abschließenden Erstellung einer „Premaster-CD“ (Premastering), die als Positiv-Vorlage für die Erstellung des Masters im Presswerk dient.

Ziel und Durchführungsschritte:

Ziele des Masterings sind es, dem vorliegenden Tonmaterial eine bessere Qualität zu verleihen und die Wiedergabe-Kompatibilität auf möglichst vielen technischen Geräten und Medien zu ermöglichen. Eine professionelle Tonaufnahme soll bei der Wiedergabe auf einer kleinen Stereoanlage ebenso gut klingen wie beispielsweise bei der Ausstrahlung im Radio oder der Wiedergabe über Kopfhörer. Dabei spielen sowohl ein ausgewogenes Stereobild, eine gute Mono-Kompatibilität als auch ein ausgeglichener Frequenzgang eine große Rolle. Beim Mastering-Prozess werden diese Faktoren genauer beleuchtet und nötigenfalls korrigiert.

Eines Masterings bedürfen dabei nicht nur neue, sondern oft auch alte Aufnahmen, die entweder wegen ihrer Qualität vor einer Wiederveröffentlichung einer klanglichen Verbesserung bedürfen (sogenanntes „Remastering“ insbesondere von analogen Masterbändern) oder für weitere Veröffentlichungen in neuer Zusammenstellung.

Neben der rein technischen Bearbeitung kann durch Mastering oftmals eine deutliche Verbesserung des klanglichen Eindrucks einer Musik- / Tonproduktion erreicht werden. Hierfür wird verschiedene technische Ausrüstung – wie beispielsweise Filter, Equalizer, Kompressoren oder psychoakustische Geräte – eingesetzt. Das Mastering kann je nach Anforderung durch das Quellmaterial unter anderem die Entrauschung, die Pegelanpassung und Pausenharmonisierung der einzelnen Titel oder die Entfernung digitaler Jitter sowie das Erstellen von Blenden (engl. Fades) beinhalten.

Nach dem eigentlichen Audio-Mastering werden beim Premastering, bei dem für gewöhnlich keine Klangbearbeitung mehr erfolgt, die Titelreihenfolge bestimmt, Pausen und Trackindizes gesetzt sowie bestimmte Zusatzinformationen wie ISRC, EAN-Codes oder auch CD-Text angelegt. Abschließend wird eine Premaster-CD erstellt, die dem Red-Book-Standard für Audio CDs entsprechen sollte. Vor der Zeit des Festplattenrecordings und als ausschließlich Vinylschallplatten produziert wurden, fielen diese Schritte dementsprechend weg bzw. wurden erst durch das Presswerk durchgeführt. Dann wurde abschließend ein Masterband erstellt, das im Presswerk als Vorlage zur Tonträgerherstellung diente.

Digital- und Analogmastering:

Man unterscheidet zwischen Digital- und Analog-Mastering. Beim Digitalmastering erfolgt die Bearbeitung meistens vollständig mit Computertechnik und spezieller Audiosoftware (sogenannte Digital Audio Workstations). Alle notwendigen, aus der konventionellen analogen Technik bekannten Geräte stehen hier als virtuelle Maschinen in Form von sogenannten PlugIns zur Verfügung. Diese Arbeitsweise ist die preiswerteste, unterliegt aber gewissen Beschränkungen, vor allem in Sachen Echtzeitfähigkeit, die auch mit der leistungsfähigsten Hardware systembedingt nie vollkommen erreicht werden wird. Daher werden in Profistudios bevorzugt externe, DSP-basierte Studiogeräte in den Signalpfad integriert, in denen die Signalbearbeitung in ähnlicher Weise rein mathematisch – aber vollkommen in Echtzeit – abläuft.

Beim analogen Mastering hingegen greift der Masteringingenieur auf konventionelle analoge Geräte zurück, die über hochwertige AD-Wandler, sogenannte Studiowandler, in das digitale Setup heutiger Studios integriert sind. Durch die Nutzung echter analoger Geräte umgeht man die teilweise bestehenden Artefakte digitaler Bearbeitung: Einerseits bilden die verwendeten mathematischen Modelle die analogen Komponenten nicht beliebig exakt ab, zum anderen stellen die Algorithmen immer einen Kompromiss zwischen Ausführungsgeschwindigkeit und Genauigkeit dar und sind daher generell ungenau. Der prinzipielle Nachteil der Analogtechnik gegenüber der Digitaltechnik - nämlich, dem Tonmaterial ungewollt Verzerrungen und Rauschen hinzuzufügen - stellt sich bei hochwertiger Ausstattung nur als wenig problematisch dar. Diese gemischte Arbeitsweise, auch Hybridtechnik genannt, ist naturgemäß die teuerste, liefert aber die qualitativ besten Ergebnisse. Durch spezielle Bearbeitungstechniken können an dem Tonmaterial beim Mastering noch intuitive Klangveränderungen vorgenommen werden, die oftmals mit Begriffen „Wärme,“ „Druck“ und „Kompaktheit“ umschrieben werden. Auch hier erweisen sich hochwertige Analoggeräte aufgrund der oben beschriebenen Problematiken als vorteilhaft.

Aufgrund der stetig steigenden Leistungsfähigkeit der Computertechnik ist inzwischen auch digitale Stand-Alone-Hardware leicht auf dem Rückzug, zumal nicht wenige Hersteller ihre Software sowohl in Geräten als auch als preiswerte Plugins anbieten. Die Plugins sind dabei in einigen Fällen sogar im Vorteil: Beim Offline-Rechnen der Software liefern sie gerade wegen des Fehlens von Echtzeitbeschränkungen teilweise ein mathematisch exakteres Ergebnis.

 

 

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